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Geschrieben von: Marianne Kopp
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Sonntag, den 03. Juli 2011 um 14:35 Uhr |
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Wir sprachen neulich im kleinen Kreis darüber, ob man sich als Christ auch mal was gönnen darf. Darf man? Ist das nicht zu überheblich? Was heißt eigentlich "gönnen"? Was "gönnt" man sich denn so landläufig?
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Geschrieben von: Marianne Kopp
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Mittwoch, den 22. Juni 2011 um 07:49 Uhr |
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Es gibt ja Worte im Deutschen, die gibt es gar nicht mehr, also, die gibt es zwar schon noch, so in alten Büchern und Folianten, aber so, in der Umgangssprache werden sie nicht mehr benutzt. »Gebenedeit« sagt zum Beispiel heute im Alltag kein Mensch mehr. Dann gibt es Worte, die gibt es zwar noch, aber die benutzt man kaum. Es ist wie mit einer Maschine, je weniger sie benutzt wird, desto schneller geht sie kaputt und wird eines Tages ausgemustert. So könnte es uns mit dem Wort »Gehorsam« gehen. Wir benutzen es viel zu selten, deshalb könnte passieren, dass uns die Bedeutung von »Gehorsam« verloren geht und wir dieses Wort eines Tages, wie das Wort »gebenedeit«, in den Antiquitätenschrank legen zu den Worten, die es zwar im Deutschen gab, die aber nicht mehr benutzt werden. Jedoch würde das beim Wort »Gehorsam« fatale Folgen haben. Weil Gehorsam mit Hören, Horchen zu tun hat. Erst hören, dann tun, das meint Gehorsam.
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Geschrieben von: Marianne Kopp
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Dienstag, den 21. Juni 2011 um 07:50 Uhr |
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Ein Staat macht Inventur. Er stellt fest, dass er bankrott ist, doch er steht nicht dazu. Lieber bittet er die anderen, beim Kaschieren zu helfen. Na klar, sagen die anderen, wir helfen dir gerne. Sie machen ebenfalls Inventur und stellen fest, sie kommen grade so über die Runden. Wenn sie aushelfen, gehen sie selbst bankrott. Doch auch sie stehen nicht dazu. Sie überlegen, wie man nun alles miteinander irgendwie kaschieren kann.
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